Eine Wohnung zum innerlich Aufladen - Teil 2 - drei weitere Tipps

Wie ich herausfinde, was in der Wohnung Freude stärkt?

Wenn ich mich öfters überlastet oder erschöpft fühle, dann wünsche ich mir in besonderen Maße, dass ich in meiner Wohnung zur Ruhe komme. Wenn dies noch nicht so funktioniert, wie ich mir das wünsche, dann kann es an der Einrichtung liegen (siehe hierzu auch Teil 1). Hier möchte ich nur noch auf konkrete Tipps eingehen, wie ich neben Bewusstheit und Achtsamkeit für diese Thema mich damit tiefergehend auseinandersetzen kann. Drei Möglichkeiten bieten sich in jedem Fall, wobei man mit ihnen unterschiedlich radikal auf die Suche gehen kann: 

  • Unsere Methode, die wir im letzten Urlaub ausprobiert haben (siehe Teil 1): den nächsten Urlaub in einer spartanische Ferienwohnung oder sogar in einem Zelt verbringen - mit ein bis zwei tragbaren Taschen pro Person fahren (nicht schummeln und das Auto bis unter die Decke vollpacken). Nun mit Achtsamkeit den Fokus darauf richten, was fehlt mir wirklich, wenn ich hier in der Pampa mit meiner Mindestausstattung hocke. Lässt sich das Fehlende schnell besorgen? Mir persönlich fehlt meist mein gemütliches Bett. Ok, und darüber hinaus? Was brauche ich wirklich, damit ich mich gut versorgt fühle und meine Seele auf meinem Sofa baumeln kann (so man denn überhaupt ein Sofa braucht...)? Mich hatte es völlig verdattert, dass mir über die Minimalausrüstung hinaus beim Zelten im Sommer so gut wie nichts gefehlt hatte…
  • Die Methode meines Kollegen (siehe Teil 1): den gesamten Wohnungsinhalt einschließlich Möbel so zu verpacken, als würde man umziehen, und nur das herausholen, was man im Alltag zwingend braucht, um nicht nackt oder ungewaschen oder hungrig oder unausgeschlafen herumzulaufen. Mit Partner und Nachwuchs würde ich dieses Vorgehen als gewagt betrachten. Ehrlich gesagt: Nur wenn mich die Hausverwaltung wie den Kollegen zwänge, weil die Wohnung saniert werden müsste. Doch wer es ohne Anlass radikal mag, für den kann dies der richtige Ansatz sein. Bei den TheMinimalists heißt die Methode packing party. (Echtes Umziehen ist nicht geeignet, weil der innere Augenmerk ganz woanders liegt, mehr wie komme ich schnell von A nach B?)
  • Ich habe für mich die Konmari-Methode entdeckt, im Kleiderschrank hat sich schon eine kleine Revolution eingestellt. (siehe auch …) Bei den Büchern bin ich noch bei einer halben Revolution, die ich bald zu einer ganzen werden lassen will. Ich fange in jedem Fall nicht bei Gemeinschaftsgegenständen, wie dem Geschirrspüler sondern bei meinen eigenen Sachen an: dabei nehme ich meinen Besitz nach Kategorien sortiert nach und nach (soweit möglich, innerhalb von sechs Monate) in die Hand, und fühle, ob der Besitz mich glücklich macht. Wenn wir unseren Körper fragen, ob er etwas mag oder nicht, dann gibt er durchaus eine Antwort. (Eine Art kinesiologischen Test, funktioniert besser mit Körperkontakt zum Gegenstand, deswegen in die Hand nehmen, sich drauf setzen oder legen oder was sich anbietet und nicht zu viel auf einmal, sonst geht man in die Überlast und der Körper gibt keine brauchbare Rückmeldung mehr). Das lässt sich im normalen Ablauf des Alltags integrieren und zieht nicht die Notwendigkeit freier Urlaubstage oder des Ausquartierens der Kinder nach sich.

Es gibt noch viele weitere Möglichkeiten

Z.B. Wohnungstausch im Urlaub, d.h. in den Fußstapfen einer anderen Familie leben, um zu sehen, was besser passen könnte oder gar nicht funktioniert, oder sich jemanden einladen, der die Wohnung und den Inhalt energetisch reinigt (je nach Umfang des Besitzes kann dies allerdings kostspieliger werden und dürfte eher für Menschen mit größerem spirituellem Interesse in Betracht kommen), um zu sehen, wozu Du anschließend einen Bezug hast, oder Dir einen Aufräumcoach einladen (was leider auch nicht gerade preiswert ist und Dir noch nicht die Frage beantwortet, was Dich glücklich macht). Die drei oben beschriebenen Möglichkeiten sind finanziell überschaubar und selbständig durchführbar.

Seid herzlich eingeladen, Eure Erfahrungen als Kommentar unten zu posten, wenn Ihr Eure Wohnung schon einer erfolgreichen Metamorphose unterzogen habt, oder vorhabt, einen der Tipps auszuprobieren.


Viel Freude mit den eigenen Erfahrungen...



Hier geht es zum Teil 1: Eine Wohnung zum innerlich Aufladen - Teil 1


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